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Veröffentlicht am 07. Januar 2021

New Work - Interview mit Romy Sigl / Teil 2 - Von Detroit nach Salzburg

Im ersten Teil des Interviews konnten wir viel darüber erfahren, was die Gründerin des ersten Coworking Space in Salzburg in der letzten Zeit an Aktivitäten zum Thema NEW WORK gestartet hat. Außerdem über die Wurzeln von NEW WORK und Romys Verbindung zum Gründer der NEW WORK Idee, Dr. Fritjof Bergman / Ann Arbor. Im zweiten Teil des Interviews geht es vor allem um die Blickrichtung Zukunft. Und um Salzburg.

Link zum Teil 1 – Von Salzburg nach Detroit

7.) Nachdem Du live in Detroit sehr viel über die Geburtsstunde von NEW WORK erfahren durftest - was fällt Dir zum Thema: Salzburg und NEW WORK ein, nachdem dies hier jetzt von immer mehr Trendsurfer:innen aufgegriffen wird?

Man kann diese beiden Städte im Kontext von New Work schon als krasse Gegensätze bezeichnen. Veränderung ist immer sehr schwer, bedeutet sie doch auch immer ein Verlassen der Komfort-Zone.

Wenn in Detroit damals aufgrund der Dringlichkeit der Situation einfach etwas passieren musste, haben wir hier in Salzburg nach wie vor eine große Anzahl von Menschen, denen es in ihrer Komfort-Zone doch recht gut geht.

Aus dieser Gruppe kommt dann auch die große Zahl an Bewahrer:innen, die ich hier in Salzburg wahrnehme. Wir sollten alle laufend reflektieren - ab und zu muss auch ich ein oder zwei Schritte zurück, aber nicht ins Mittelalter!

8.) Kann NEW WORK helfen, dass Unternehmen in Salzburg als Arbeitgeber richtige gute Mitarbeiter:innen anziehen?

Wenn sie es ernst nehmen: ja.

Letztlich ist NEW WORK etwas Urmenschliches und kein 100-Meter-Sprint.

Bevor sich Unternehmer:innen mit der Qualität der Arbeitsplätze beschäftigen, sollten sie einen genauen und gerne kritischen Blick auf ihre Unternehmenskultur werfen. Diese Reihenfolge ist essentiell.

Ich würde einem:einer Unternehmer:in mit Interesse an New Work zum Beispiel raten, unser Do what you love Seminar zu besuchen. Da beschäftigen wir uns in zwei Tagen intensiv damit, was jemand wirklich, wirklich tun will und wie er:sie es in Zukunft auch umsetzen kann. Die richtigen Mitarbeiter:innen kommen dann ganz von selbst, das kann ich aus eigener Erfahrung mitgeben.

Ein guter Einstieg in Veränderungsprozesse in Richtung NEW WORK könnte auch unser Workshopformat „Feedback Roundtable“ sein. Dabei laden wir für Dich Expert:innen aus verschiedensten Bereichen zu einem Workshop incl. Essen in lockerer Atmosphäre ein. Du präsentierst dabei Dein Thema / Deine Idee. Das Feedback, das Du dabei erhältst, ist sehr ehrlich (und damit brauchbar) - denn niemand der Teilnehmer:innen wird sich ein Blatt vor dem Mund nehmen, nur weil er:sie ein Essen von Dir erhält.

9.) Es gibt für Unternehmen auf Personalsuche inzwischen ein breites Angebot an Beratung, wie man sich als Arbeitgeber attraktiv präsentiert. Stichwort: Employer Branding

Das ist ein Werkzeug aus der Werbung – man darf mich dafür gerne steinigen.

10.) Erzähle mir bitte ein cooles, prägendes Erlebnis aus diesem Jahr - in dem das Wort “Corona” nicht vorkommt

Ich habe mit dem Eisschwimmen begonnen.

Sicher auch ein Ergebnis daraus, dass ich in diesem Jahr einfach - wie so viele - mehr Zeit daheim an unseren Seen hatte und ich von Zeit zu Zeit etwas verrücktes machen muss damit es mir gut geht.

11.) Und was war in diesem Jahr Deine größte Enttäuschung?

Back to the fifties.

So habe ich den ersten Lock-down erlebt, als ich plötzlich wieder den ganzen Tag allein mit meinem kleinen Sohn daheim war.

Das war natürlich auch eine sehr schöne und intensive Zeit - ich und er. Aber es braucht wie schon das Sprichwort sagt, eben ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen und um meinen Energiefluss von NEW WORK im positiven Bereich halten zu können.

12.) Als Abschlussfrage komme ich zu etwas, das Du auch immer gerne Deine Interview-Partner:innen frägst: Wie geht es Dir momentan auf einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut)?

10.

Ich bin einfach gerne hier bei Euch im Coworkingspace.

Und ich freue mich auf Veränderung - hier in meinem Netzwerk, in meiner “Bubble”. Und in der Welt.

Danke für das Interview. Zum Abschluss einen Anfang - Ein Videodokument aus den Aufbruchszeiten in Detroit…