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Veröffentlicht am 19. Februar 2017

Elektroauto als Personalmotivation – eine Bestandsaufnahme. Teil 2

Ein Tesla als Dienstwagen. Taugt das auch zur Personalmotivation? Im ersten Teil unseres Artikel haben wir uns vor allem mit steuerlichen Vorteilen bei der Anschaffung beschäftigt. Hier geht es um die laufenden Kosten und wie hilfreich ein Tesla Sportwagen oder ein anderes Elektroauto als Instrument der Personalmotivation wirklich ist.

Vergessen Sie Steuervorteile bei den laufenden Kosten

Aber nur bei Elektroautos. Diese Fahrzeugklasse ist nämlich bei den laufenden Kosten Musterschüler.

  • Stromkosten nach 40.000 Kilometern bei einem sehr starken Tesla Sportwagen: 1.200 €
  • (diese Angabe ist ein echter Wert, den wir von einem Salzburger Unternehmer erhalten haben)
  • Wartungs- und Servicekosten: so gut wie keine
  • (z.B. hatte ein anderer Unternehmer und Teslafahrer nach 150.000 km immer noch die Original-Bremsanlage – voll funktionsfähig)

Einen Steuervorteil bei den laufenden Kosten für Elektroautos gibt es doch: es fällt keine motorbezogene Versicherungssteuer an. Das senkt die laufende Versicherungsprämie. Bei einem Benziner oder Diesel mit 100 kW fallen beispielsweise 52 € pro Monat. Bei Elektroautos: 0 €

Fazit: Abgesehen von den Reifen, der Versicherung und sehr günstigen Stromkosten fallen bei Elektroautos fast keine laufenden Kosten an. Reparaturen nach der Garantiezeit ausgenommen. In diesem Punkt gibt es Anbieter (z.B. Kia), die bessere Garantieleistungen anbieten als Tesla. Deren Autos sind aber aus dem Blickwinkel der Personalmotivation kaum vergleichbar.

Benziner und Dieselfahrzeuge haben weit höhere laufende Kosten, weswegen bei diesen Autos die Anschaffung eines Fiskal-LKW zum Vorsteuerabzug bei den laufenden weitaus mehr ins Gewicht fällt.

Die Personalmotivation entsteht über das FAHREN

Dabei kommen das Prestige und die Fahrleistungen eines Tesla Sportwagen voll zum Tragen. Aber auch mit anderen Elektroautos erlebt man beeindruckende Beschleunigungswerte und hat den ökologischen Vorteil des CO2-neutralen Fahrens.

Achillesferse bleibt die Reichweite

Mit einem Tesla Sportwagen der günstigeren Einstiegsklasse wird kein/e Mitarbeiter/in von Wien nach Salzburg in einem durchfahren können. Ein Lade-Stop in St. Valentin sollte eingeplant werden – nicht optimal für Effizienz und Personalmotivation. Anders geht es sich nur mit den stärkeren und weitaus teureren Modellen aus – damit fällt aber der Vorteil des Vorsteuerabzugs bei der Anschaffung weg.

Tesla bietet für mehr Reichweite Supercharger-Schnellladestationen

Eine tolle Sache. Geht schnell und ist gratis. Mitarbeiter/innen auf Dienstfahrt sollten jedoch mindestens eine Stunde für die Wartezeiten von den Superchargern einplanen. Obwohl diese Stationen vor allem für weiter reisende Teslafahrer/innen eingerichtet wurden, werden diese gerne von lokalen Teslafahrer/innen zum kostenlosen Aufladen genutzt.

Die menschliche Psyche ist wirklich faszinierend – da kauft sich jemand ein Auto um 80.000 € oder mehr, um sich dann ganz diebisch zu freuen, wenn er/sie sich beim Laden 20 oder 30 Cent erspart.

Wenn aber Mitarbeiter/innen deswegen auf Dienstreise eine Stunde anstellen müssen, ist es mit dem Elektroauto als Personalmotivation vorbei.

Gutes Service beim Dienstwagen ist Personalmotivation pur

Wer einen Firmenwagen fährt, will bei anfallenden Reparaturen und Services schnell wieder weiterfahren. Oder in der Zwischenzeit ein Ersatzauto erhalten. Unternehmen sollten diesem Punkt im Sinne von Personalmotivation Aufmerksamkeit schenken.

Schließlich sind bei auf´s Auto angewiesenen Mitarbeiter/innen eventuelle Stehzeiten auch ein Kostenfaktor.

Bei diesem Punkt haben andere Anbieter mit ihrem flächendeckenden Servicenetz die Nase gegenüber Tesla vorne. Es gibt zwar inzwischen ein zweites mobiles Serviceteam in Salzburg, aber was können auch die bravsten Techniker schon bewirken, wenn man eine Woche und noch länger auf Ersatzteile aus USA warten muss?

Fazit: Ein Tesla oder anderes Elektroauto als Personalmotivation kann klappen. Wer jetzt diesen Schritt setzt, ist noch bei den ersten dabei. Prüfen Sie aber alle 4 Ebenen:

  • Anschaffungskosten, Steuervorteile
  • laufende Kosten
  • Evtl. Stehzeiten und Dellen in der Personalmotivation durch Reichweitenprobleme
  • Ersatzwagenkonzepte bei evtl. Reparaturen