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Veröffentlicht am 10. Juni 2018

Aus- und Weiterbildungstrends für die Personalsuche in Salzburg

Das Modell der verpflichtenden Aus- und Weiterbildung

Eine Branche, die in diesem Punkt schon sehr weit ist, ist die Branche der Zeitarbeit in Österreich (Personalleasing). Insgesamt beschäftigen 1.200 Personalleasingfirmen im Schnitt 120.000 Zeitarbeiter, die bei Tausenden Unternehmen im Land zur Überbrückungen Engpässen, Krankenständen, … vorübergehend arbeiten.

Immer öfter übernehmen diese Zeitarbeitsfirmen auch eine Rolle im Recruiting für ihre Kunden und werden damit zum Personalvermittler, auch für Dauerstellen. Dazu ist nicht selten eine gezielte Schulung notwendig.

Das Prinzip der Nettozahler

Aus diesem Grund wurde von der Branche ein eigener Aus- und Weiterbildungsfonds (SWF) eingerichtet. Jedes der 1.200 Zeitarbeitsunternehmen zahlt einen kleinen Prozentsatz (eigentlich: Promille-Satz) der Lohnsumme in diesen Topf ein. Dort werden beantragte Mitarbeiterschulungen geprüft und deren Kosten nach Genehmigung in hohem Maß oder zur Gänze übernommen. Es gibt sogar Kostenübernahmen für die anfallenden Löhne während der Schulungszeiten.

Da etwa 500 Unternehmen in der Branche berufliche Höherqualifizierung Ihrer Mitarbeiter über diesen Fonds organisieren, sorgen die 700 anderen Unternehmen als „Nettozahler“ dafür, dass der Topf recht prall gefüllt ist.

Sehr zur Freude der „Braven“, die in die Aus- und Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter/innen investieren.

Chancen für ALLE Betriebe

Unternehmen – egal welcher Branche – sollten dazu übergehen, Zeitarbeitsfirmen mehr zuzutrauen als nur die zeitweise Zurverfügungstellung von Aushilfspersonal. Sie können in Kooperation gezielt Personalentwicklung betreiben und bei Ihrer Personalsuche in Salzburg auf einen größeren Pool von Kandidaten und Kandidatinnen zurückgreifen:

Diejenigen Personen, die eine erforderliche Qualifikation FAST mitbringen.

Statt ein Jahr auf die „100-%-Lösung“ zu warten, kann sich innerhalb von ein paar Monaten die „Karriere“ einer z.B. „80-%-Person“ zur „100-%-Lösung“ ergeben. Ohne dass für die Unternehmen Schulungskosten anfallen.

Nicht nur in „fertigen Berufen“ denken

Viele gutbezahlte und langfristige Arbeitsplätze erfordern keinen offiziellen Lehrabschluss. Sondern gewisse individuelle Zusatzausbildungen. Die Vorschläge aus der Praxis der Salzburger Personalvermittler waren zahlreich, zum Beispiel:

  • SAP-Kenntnisse für Lagerfachkräfte
  • Grundkenntnisse in Steuerungstechnik und Robotik für Personen, die Produktionsmaschinen und -Anlagen bedienen (und bisher mit ihrer Qualifikation als „reine“ Hilfskraft das Auslangen fanden)
  • Basis Know How zum Thema „3-D-Druck“ - ebenfalls für Produktionspersonal (durchaus auch ohne Lehrabschluss)
  • Der Bagger-Führerschein wird von Unternehmen immer öfter nachgefragt, auch wenn „nur“ Bau-Hilfskräfte eingesetzt werden
  • Content Management und Grundkenntnisse in Online Marketing für Büro- und Sekretariatskräfte (gerade in kleinen Unternehmen füllt Webshop & Co selten eine ganze Stelle aus = Chance für kaufmännische Neueinsteiger/innen.)
  • Last not least: da die Automatisierung und Digitalisierung immer weiter voranschreitet, kommt – egal in welchem Bereich – den „Soft Skills“ wie effektive Kommunikation, Konfliktkompetenz,… eine wichtigere Rolle zu. Menschen müssen mehr das tun, was sie besser können als jede Maschine…
  • u.v.m.

Umsetzung

Wenn Unternehmen bei der Personalsuche in Salzburg auch nach längerer und intensiver Ausschreibung die passenden Bewerbungen noch nicht erhalten haben, kann ein intelligentes Aus- und Weiterbildungsmodell – auch in Kooperation mit Unternehmen aus dem Bereich Personalvermittlung in Salzburg eine Lösung des Problems darstellen.

Weiterer Vorteil: die Loyalität des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin, dem / der sie durch Aus- und Weiterbildung zu einem Karrieresprung verholfen haben, ist dem Unternehmen sicher.