Tracking = Too much Information
Zwar weiß ich viel - doch will ich alles wissen! (Goethe - Faust)
Und wie diese Gier nach zuviel Wissen ausgegangen ist, kann man ja nachlesen. Ein Happy End war es definitiv nicht.
Die falsche Frage
Nicht fragen, was technisch möglich ist. Besser überlegen: Warum überhaupt?
Die Straße der Ameisen
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Wenn ich bei einem Spaziergang im Wald einen Ameisenhügel finde, schaue ich immer gleich ganz vorsichtig zu Boden und bleibe stehen. Weil irgendwo ist da auch die Ameisenstraße.
Und dann kann ich beobachten, wie viele da fleißig im Kollektiv ihres Weges krabbeln. Beeindruckend.
Aber was jede einzelne Ameise - so als Individuum - genau denkt und fühlt: DAS weiß ich nicht. Und vielleicht gibt es da auch nichts zu wissen.
Parallele zum Suchmaschinenverhalten
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Wer in die bekannteste Suchmaschine einen individuell gestalteten Suchbegriff eingibt, kriegt auch sehr genaue Ergebnisse. Siehe Beispiel in der Bildergalerie oben.
Trotzdem bewegen sich ganz viele Suchen im Jobbereich in Salzburg auf dem Level von "Jobs Salzburg". Oder: "Ich suche Arbeit".
"Man muss eine Sache gefunden haben, um zu wissen, wo sie liegt" (wieder Goethe)
Und wie bei den Ameisen kann sich der:die trackende Beobachter:in fragen: "Ich sehe zwar wie viele - aber was sagt mir das denn wirklich im Detail?"
Search Console versus Analytics
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Als Konsequenz daraus begnügt sich Jobaktuell damit, die Besucher:innen zu zählen. Das geht technisch einfach über die Zugriffszahlen am Server.
Ohne Tracking der individuellen Besucher:innen. Im Sinne von "Privacy by Design" verschlüsseln wir auch die IP-Adressen unserer Besucher:innen so, dass sie nicht rückrechenbar sind. (Fachbegriff: Hash).
Das ist für weitere Analysen völlig ausreichend. So und so viele (anonyme) Personen aus dem Großraum Salzburg haben sich diese und jene Seite so und so lange angeschaut. Punkt.
Einen Service des großen Datenunternehmens aus Mountain View, California nützen wir aber schon: die Search Console.
Ein cooler Service - OHNE Tracking der Besucher:innen
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Da kann man z.b. herausfinden, welche Suchbegriffe am meisten verwendet wurden. Siehe Beispiele in der Bildergalerie oben.
Toller Service, den ohnehin so gut wie alle Website-Betreiber:innen verwenden. Der SIE als einzelne:n Besucher:in aber nicht erfasst.
Fazit - und ungeachtet, was technisch möglich ist in der Datenanalyse: die Zeit, in der ich versuche, das digitale Verhalten meiner Kund:innen zu interpretieren, kann hilfreich sein für die BEZIEHUNG zu meinen Kund:innen. Sie ist aber noch nicht die Beziehung selbst.